Sonderfonds für Kulturveranstaltungen

 

Am 26. Mai 2021 hat das Bundeskabinett grünes Licht für einen Sonderfonds in Höhe von bis zu 2,5 Milliarden Euro gegeben, mit dem der Bund ein breit gefächertes Angebot an Kulturveranstaltungen nach der langen Zeit der Pandemie wieder möglich machen will.

 

Der Sonderfonds ist seit dem 15. Juni 2021 für Registrierungen und Antragstellungen offen.

 

NEU seit Oktober 2021:

Für Veranstaltungen ab dem 8. Oktober 2021 werden auch freiwillige Maßnahmen des Veranstalters auf Grundlage eines bei der Registrierung verbindlichen Hygienekonzepts als coronabedingte Kapazitätsreduktionen anerkannt. Das Hygienekonzept muss als Teil der Registrierung spätestens bis zum Tag vor dem Veranstaltungsdatum eingereicht werden. Wenn die Kapazitätsreduktion mindestens 20% beträgt, kann der Veranstalter die Wirtschaftlichkeitshilfe beantragen.

 

 

Der Sonderfonds besteht aus zwei Bausteinen:

 

  • Wirtschaftlichkeitshilfe für kleinere Kulturveranstaltungen (bis 2.000 Personen)

 

Hierdurch wird es Veranstalter*innen möglich gemacht, Kulturveranstaltungen durchzuführen, obwohl wegen der Corona-Auflagen nur eine reduzierte Anzahl von Zuschauer*innen teilnehmen kann. Die Hilfe steht für Kulturveranstaltungen zur Verfügung, die im Juli 2021 für bis zu 500 und ab August 2021 für bis zu 2.000 Besucher*nnen geplant werden.

 

Bei Pandemie-bedingter Verringerung der Zahl der Teilnehmenden um mindestens 20 Prozent bezuschusst die Wirtschaftlichkeitshilfe die Ticketeinnahmen aus bis zu 500 verkauften Tickets im Juli 2021 bzw. den ersten 1.000 verkauften Tickets ab August 2021 um bis zu 100 Prozent. Für jedes verkaufte Ticket erhalten die Veranstalter also den gleichen Ticketpreis nochmals als Zuschuss. Bei besonders strengen Hygieneauflagen und einer Begrenzung der Zahl der Teilnehmenden auf unter 25 Prozent der Maximalauslastung kann der Zuschuss aus dem Sonderfonds bis zur Höhe der doppelten Ticketeinnahmen ansteigen.

 

Achtung: Die Förderung durch die Wirtschaftlichkeitshilfe ist kostenbasiert und kann nicht höher sein als die auftretende Finanzierungslücke zwischen den Kosten der Veranstaltung und den erzielten Einnahmen. Die Wirtschaftlichkeitshilfe ist bei 100.000 Euro pro Kulturveranstaltung gedeckelt.

 

Eine Veranstaltung muss vor der Durchführung auf der eigens für den Sonderfonds angelegten Homepage registriert werden. Damit die Bearbeitung der Anträge effizient erfolgen kann, gibt es die Möglichkeit, gebündelte Anträge zu stellen.

 

 

  • Ausfallabsicherung für größere Kulturveranstaltungen (ab 2.000 Personen)

 

Mit der Ausfallabsicherung werden Ausfall- oder Verschiebungskosten bezuschusst, sollte eine geplante Veranstaltung pandemiebedingt nicht stattfinden können.

 

Die Ausfallabsicherung wirkt dabei ähnlich einer Versicherung. Sie sichert größere Kulturveranstaltungen ab, die unter Beachtung Corona-bedingter Hygienebestimmungen für mehr als 2.000 Besucher*innen ab dem 1. September 2021 geplant werden.

 

Im Falle einer pandemiebedingten Absage, Teilabsage/Reduzierung der Teilnehmendenzahl oder einer Verschiebung übernimmt der Ausfallfonds maximal 80 Prozent der dadurch entstandenen Ausfallkosten. Die maximale Entschädigungssumme beträgt 8 Mio. Euro pro Veranstaltung. Bei Teilabsagen oder Reduzierung der Teilnehmendenzahl werden die erzielten veranstaltungsbezogenen Einnahmen von den Ausfallkosten abgezogen.

 

Es gibt es eine feste Liste an förderfähigen Kosten. Dazu zählen zum Beispiel Betriebskosten, Kosten für Personal, Anmietung, Wareneinsätze, Künstlergagen, beauftragte Dienstleister etc. Es ist den Vertragspartner*innen bekannt zu geben, dass eine Veranstaltung für eines der Module des Sonderfonds registriert ist. Kosten können auch dann geltend gemacht werden, wenn sie vor der Antragstellung angefallen sind.

 

Die Veranstalter*innen registrieren die Kulturveranstaltung vor der geplanten Durchführung auf der eigens für den Sonderfonds angelegten Homepage. Tritt der Schadensfall ein, kann die Förderung beantragt werden.

 

 

Die Antragsbearbeitung und Bewilligung für beide Bereiche findet über die jeweiligen Landeskulturbehörden oder beauftragten Stellen statt. In Baden-Württemberg wurde die L-Bank mit der Abwicklung betraut.

 

 

--> Hier geht es zur Registrierung und Antragstellung

 

--> Zur Pressemitteilung (26. Mai 2021)