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Kleinkunstpreis Baden-Württemberg: Das sind die Gewinner

 

Der Kleinkunstpreis Baden-Württemberg geht in diesem Jahr an das musikalische Trio „Berta Epple“, den verrückten Zauberkünstler „ZINK!“ sowie die Stuttgarter Band „HISS“. Die drei Hauptpreise sind mit je 5.000 Euro dotiert, der Ehrenpreis ebenfalls. Dieser wird jedoch erst am Abend der Verleihung bekannt gegeben. Der mit 2.000 Euro ausgelobte Förderpreis geht an Comedian Nikita Miller. Finanziert werden die Preise zu gleichen Teilen vom Land Baden-Württemberg und Toto-Lotto. Den Wettbewerb gibt es seit 1986. Als einziger Landespreis für Kleinkunst in Deutschland genießt er einen Sonderstatus.

Kunststaatssekretärin Petra Olschowski und Georg Wacker, Geschäftsführer von Lotto Baden-Württemberg, werden die Preise am 30. April 2019 im Mannheimer Capitol überreichen.


„Die Kleinkunst ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Kulturlandschaft Baden-Württembergs, auch weil sie neue experimentelle Spielfelder für die Bühnenkünste eröffnet. Innovative Formate nehmen ihren Ausgang oft in den vielfältigen künstlerischen Ausdrucksformen, die mit dem Begriff Kleinkunst umfasst werden. Das zeigt sich auch in den Arbeiten der diesjährigen Preisträger, die als Entertainer, Musiker, Comedian und Zauberer zum Teil seit vielen Jahren eng mit der baden-württembergischen Szene verbunden sind und hier wichtige Akzente setzen,“ so die Kunststaatssekretärin Petra Olschowski anlässlich des Juryentscheids für die Gewinner des Kleinkunstpreises 2019.


„Für viele ist Kleinkunst ein unterhaltsamer Türöffner zu Kunst und Kultur. Mit unserem langjährigen Engagement wollen wir genau das unterstützen: Eine vielfältige Kulturlandschaft in Baden-Württemberg, die für jeden Geschmack etwas zu bieten hat“, sagte Georg Wacker, Geschäftsführer von Lotto Baden-Württemberg. „Der Preis soll den Kleinkünstlern eine große Bühne bieten und damit ihre Leistung würdigen.“


In Mannheim wird außerdem zum zehnten Mal ein Ehrenpreis in Höhe von 5.000 Euro verliehen, dessen Gewinner erst am Abend der Preisverleihung bekannt gegeben wird. Den Ehrenpreis stiftet Lotto Baden-Württemberg. Er soll eine Persönlichkeit würdigen, die sich um die Kleinkunst in Baden-Württemberg verdient gemacht hat.


Zur elfköpfigen Jury des Kleinkunstpreises 2019 gehören verschiedene Köpfe der Branche. Darunter sowohl Künstler als auch Veranstalter sowie Vertreter des SWR.

 

Für Presserückfragen

 

Jelena Schramm

Lotto Baden-Württemberg

Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: 0711/ 81 000-229

E-Mail: jelena.schramm(at)lotto-bw.de

 

Dr. Denise Burgert

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: 0711/ 279-3017

E-Mail: denise.burgert(at)mwk.bwl.de

 

 

Die Preisträger

 

 

Ganz unbekannt sind Bobbi Fischer und Veit und Gregor Hübner nicht: Als Teil von „Tango five“ waren die Stuttgarter Jahrzehnte lang auf deutschen Bühnen unterwegs. Seit 2012 sind sie Berta Epple und faszinieren mit einem musikalischen Spagat aus Weisheit und Witz. „Sie singen Schwäbisch, Hochdeutsch und auch mal in fremden Sprachen. Das ist lustig, zum Brüllen komisch“, resümiert die Jury. „Im nächsten Moment jedoch kriecht die Melancholie in die Magengrube oder die Haut wird zur Gänsehaut. Ein außergewöhnliches Musik-Erlebnis von höchster Qualität.“ (Foto: Beate Armbruster)

 

 

Zwischen Schrott und Zauber: ZINK! steht für Zauberkunst der etwas anderen Art. Der oberschwäbische Magier tourt mit Fahrzeugen aus Alteisen durch die Lande. Dabei macht er keinen Hehl aus seinen Tricks – im Gegenteil. Die offensichtlich anmutenden Kunststücke scheinen bei diesem außergewöhnlichen Programm den Zauberer im Griff zu haben. Für seine ganz spezielle Zauberparodie erhält er nicht selten Ovationen. Auch die Kleinkunstpreis-Jury zieht vor ZINK! den Hut: „Das ist irrsinnig komisch, zum Tränenlachen witzig, anarchisch, chaotisch und sympathisch.“ (Foto: Trashlight)

 

 

Nach über 20 Jahren auf der Bühne denkt HISS noch lange nicht ans Aufhören. Mit ihrer eigenwilligen Folk-Rock-Polka und ironisch-zynischen Texten liefert die Stuttgarter Band ein einmaliges Crossover. Sie ist ein echtes Unikat, laut der Jury sogar „eine der musikalisch vielfältigsten Bands aus dem Südwesten“. Die Polka werde schwarz gewürzt mit Rockabilly, Latin Walzer, Reggae und Ska. Die Ansagen und Texte von Frontman und Namensgeber Stefan Hiss seien dabei eine Qualität für sich: rabenschwarz, romantisch, tiefsinnig! Fazit: „Wo immer die Gruppe auftritt, mit Hiss steigt immer ein Fest.“ (Foto: Jessica Mayer)

 

Die Hauptpreise zu je 5.000 Euro werden zu gleichen Teilen vom Land Baden-Württemberg und der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg finanziert.

 

 

Förderpreis für Nikita Miller

Am Anfang seiner beruflichen Laufbahn hat Nikita Miller Informatik studiert. Es folgen verschiedene Jobs und ein Studium der Philosophie und Rhetorik. Mit der ersten Comedy Show, die er sieht, fällt der Groschen. Seitdem steht der Stuttgarter auf der Bühne und erzählt. Mit seinen Geschichten über seine kasachischen Wurzeln und die schwäbische Heimat zieht er das Publikum in seinen Bann. „Authentisch und charismatisch, komisch und spannend, philosophisch und hintergründig“, urteilt die Jury. „Ein Könner – ein junger alter Meister der Erzählkunst, die er neu aufleben lässt.“ (Foto: Diana Birk)

 

 

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